WWF Patenschaft

Schutz der Westlichen Flachlandgorillas und der Berggorillas

Seit 2006 unterstützt die Bergmann GmbH den WWF.

Die UNESCO hat ein länderübergreifendes Schutzgebiet  "Trinational de la Sangha" als Weltnaturerbe ausgewiesen. Ein weiterer Meiulenstein im Kapf um den Erhalt der letzten Berggorillas.
Ziel bis 2020 ist es, die Hauptbedrohung durch Abholzung netto auf 0 zu bringen.

Wer einmal in Afrika war, der spürt diese Faszination, die dieser Kontinent auf uns Europäer ausübt. An vielen Orten wird jedoch die Bedrohung durch den Raubbau an der Natur sichtbar. Viele Tierarten sterben leise aus, ohne dass dies unsere Wahrnehmung streift. Die Gorillas im Kongo geben jedoch immer wieder Anlass zu traurigen Schlagzeilen bis nach Europa. Sie sind stellvertretend für alle ausstrebenden Rassen.

Westlicher Flachlandgorilla & Berggorilla

Es gibt zwei Gorillaarten: den Östlichen Gorilla (Gorilla beringet) mit den Unterarten Berggorilla und Östlicher Flachlandgorilla (oder Graueres Gorilla) sowie den Westlichen Gorilla (Gorilla goril-la) mit den Unterarten Westlicher Flachlandgorilla und Cross River Gorilla. Der Westliche Flachlandgorilla hat im Gegensatz zum vollständig schwarzen Fellkleid des Östlichen Gorillas ein bräunlich-graues Fell mit einem rötlich bis kastanienbraunem Schöpf. Auch haben die ausgewachsenen Männchen des Westlichen Gorillas im Gegensatz zu ihren weiter östlich lebenden Verwandten einen bis zu den Oberschenkeln reichenden „Silberrücken".
Unsere Verwandten sind gewichtig. Ausgewachsene Gorilla-Männchen bringen durchschnittlich 200 kg - teilweise sogar über 300 kg - auf die Waage. Sie sind oft doppelt so schwer wie die Weibchen. Wenn sie auf zwei Beinen stehen, erreichen die sanften Riesen eine Körpergröße von bis zu 1,70 m. In der Wildbahn werden sie 35 Jahre und älter. Gorillas ernähren sich von Früchten, Beeren, Sprossen, Blättern, Krautern, Wurzeln und Rinden und nehmen so passiv auch Tiere wie Schnecken und Insekten mit der Nahrung auf. Sie leben in einem hoch entwickelten Sozial-gefüge, das sich aus eng miteinander verbundenen Familienmitgliedern zusammensetzt. Diese Gruppen durchstreifen ein Gebiet von 5 bis 30 km2. Beim Westlichen Gorilla bestehen die Gorillagruppen aus vier bis fünf Weibchen und meist ebenso vielen Jungtieren. Die Östlichen Gorillas bilden einen Familien verbünd von meist 15 bis 20 Tieren. Die Verbände werden normalerweise von einem einzelnen erwachsenen Männchen, dem so genannten Silberrücken, angeführt.
Der Westliche Flachlandgorilla gilt als stark gefährdet, einzelne isolierte Gruppen sind sogar vom Aussterben bedroht. Heute leben noch etwa 90.000 Tiere in teilweise isolierten Gruppen in den Wäldern Nigerias, Kameruns, Equatorial Guineas, Gabuns, der Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und möglicherweise in der angolanischen Cabinda Enklave.
Die letzten rund 700 Berggorillas leben in zwei versprengten Populationen. Etwa 400 Tiere sind noch in Schutzgebieten der Virunga-Berge im Dreiländereck von Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo zu finden. Die zweite Population lebt in Uganda in den Wäldern des Bwindi Impenetrable-Nationalparks.
Raubbau am Wald und seinen Bewohnern
Der Lebensraum der Gorillas, der tropische Regenwald mit seinem einmaligen Reichtum an Pflanzen und Tieren, droht dem Zerstörungswerk von Säge und Axt zum Opfer zu fallen. Rücksichtsloser Holzeinschlag hat in den letzten Jahren stark zugenommen und Waldflächen erheblich schrumpfen lassen. Weitere Wunden werden dem Waldbestand durch ungeregelten Brandrodungsfeldbau zugefügt, obwohl die gewonnenen Böden eher karg und die Erträge daraus in keinem Verhältnis zu den Verlusten an Artenreichtum stehen. Im Sommer 2004 haben beispielsweise Siedler innerhalb weniger Tage 1.500 Hektar des Virunga-Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo illegal gerodet. Auch Straßenbau, Bergbau und andere Infrastrukturprojekte setzen den Menschenaffen zu - zumal dadurch die Wilderei stetig zunimmt. Das Überleben der friedlichen Gorillafamilien wird vor allem durch den Verlust des Lebensraumes, die illegale Jagd, den Buschfleisch-und Lebendtierhandel, eingeschleppte Krankheiten und Bürgerkriege stark bedroht. In Teilen von Gabun und der Republik Kongo sind bis zu 90 Prozent der Gorilla-Populationen dem Ebola-Virus zum Opfer gefallen. Die reduzierten Bestände sind nun noch anfälliger gegen illegale Jagd und Lebensraumverlust. Sollte keine Kurskorrektur stattfinden, werden bis 2030 mehr als 90 Prozent des heute noch vorhandenen Lebensraums der Großaffen im afrikanischen Urwald zerstört sein. Dann werden die meisten Menschenaffenpopulationen in den nächsten 25 bis 50 Jahren aussterben.
Schutzgebiet für den Westlichen Flachlandgorilla und seinen Wald
In der äußersten südwestlichen Spitze der Zentralafrikanischen Republik liegt das Dzanga-Sangha Schutzgebiet, in dem der WWF gemeinsam mit der GTZ die Regierung bei ihren Schutzbemühungen unterstützt.
Zahlreiche Familien des WestlichenFlachland-Gorillas finden in diesem noch stabilen Rückzugsgebiet neben anderen bedrohten Tierarten, wie zum Beispiel dem Waldelefant, der scheuen Bongo-Antilope und dem Schimpansen die Bedingungen, die ihr Überleben sichern. Doch die Wälder der Zentralafrikanischen Republik werden von zunehmend intensivem Holzeinschlag bedroht. Weitere Bedrohungsfaktoren sind neben dem Abbau von Gold und Diamanten insbesondere der zunehmende Buschfleischhandel und die sich ausdehnenden landwirtschaftlichen Nutzflächen. Diesem verheerenden Trend will der WWF Einhalt gebieten, um die einmalige biologische Vielfalt in den Tropenwäldern zu retten.
So unterstützt der WWF beispielsweise den Dzanga-Sangha Schutzgebietskomplex in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), ein Paradies für die Westlichen Flachlandgorillas. Auf Anregung des WWF wurde Dzanga-Sangha 1990 von der Regierung als Schutzgebietskomplex ausgewiesen.
Dafür brauchen wir Paten
Mit der Übernahme einer Patenschaft helfen Sie mit, das Überleben des Westlichen Flachland-Gorillas und seines Lebensraumes zu sichern.
Der WWF Deutschland unterstützt den Schutz des Waldgebietes in folgenden Bereichen:
•    Aufbau einer effizienten Schutzgebietsverwaltung
•    Ausbildung, Ausrüstung und Bezahlung von Wildhütern
•    Wildereikontrolle
•    Unterstützung der lokalen Bevölkerung in den Bereichen Gesundheit und Grundschulversorgung
•    Umweltbildung und Förderung nachhaltiger Bewirtschaftungsmethoden
•    Kontrolle der Forstkonzessionen
•    Förderung des Ökotourismus
•    Entwicklung eines grenzüberschreitenden zusammenhängenden Schutzgebietkomplexes, das die Waldflächen in Kamerun, in der Zentralafrikanischen Republik und im Kongo einschließt.
•    Aufbau eines Umweltfonds als zentraler Bestandteil eines langfristigen Finanzierungskonzeptes.
Die Projektdurchführung
Der WWF Deutschland übernimmt Projektverantwortung in Zentralafrika. In der Zentralafrikanischen Republik und in Gabun arbeitet er eng mit dem WWF USA, in Kamerun mit dem WWF Niederlande zusammen.
Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erfolgt durch die nationalen WWF-Büros vor Ort in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden afrikanischen Partnerorganisationen, der lokalen Bevölkerung und mit Zustimmung der davon betroffenen Regierungen und Behörden.
Hilfe für die Menschen bedeutet Schutz für den Berggorilla
Berggorillas zählen zu den am meisten bedrohten Säugetieren der Welt. Um den langfristigen Schutz der Art und ihrer Lebensräume in ihren drei Verbreitungsstaaten Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo zu sichern, hat sich 1991 das Internationale Gorilla Schutzprogramm IGCP (International Gorilla Conservation Programme) gegründet. Im IGCP arbeiten der WWF und zwei weitere internationale Umwelt-Schutzorganisationen mit den Schutzgebietsbehörden der drei Anraine/staaten eng zusammen. In den vergangenen zehn Jahren hat dieses grenzüberschreitende Engagement zum Anstieg der Gorillapopulation um 17 Prozent auf etwa 700 Berggorillas geführt. Aber die wachsende Bevölkerung und auch die schwierige politische Lage gefährden das Überleben der Berggorillas. Immer mehr ihres Lebensraumes verschwindet. Er wird in landwirtschaftliche Räche umgewandelt oder für Brennholz gerodet. In Ruanda, Ostkongo und Uganda leben etwa 91 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft und dazu benötigen sie Anbauflächen. Für über 96 Prozent der Menschen ist Holz, das sie auch in den Schutzgebieten sammeln, die einzige Energiequelle. Zudem sind etwa 40.000 Menschen in den Osten der Demokratischen Republik Kongo geflüchtet. Einige Flüchtlingslager wurden auch unweit des Virunga Nationalparks errichtet. Die Menschen dort brauchen Holz zum Kochen, zum Heizen - zum Überleben. Aber der Virunga Nationalpark ist auch die Heimat von 150 vom Aussterben bedrohten Berggorillas.
Gemeinsam mit dem IGCP engagiert sich der WWF für die Menschen in dieser Region, alternative Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und die Nutzung von Holz nachhaltig zu gestalten. Langfristig kann so der Lebensraum des Berggorillas und vieler anderer Arten erhalten sowie ihr Überleben gesichert werden.
Dafür brauchen wir Paten
Mit der Übernahme einer Patenschaft helfen Sie mit, das Überleben des Berggorillas und seines Lebensraumes zu sichern.
Maßnahmen des WWF zum Schutz des Berggorillas sind:
•    Umweltbildung und eine enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung rund um  die Schutzgebiete und Aufbau alternativer Einkommensmöglichkeiten (z.B. Ökotourismus),
um den Raubbau in den Schutzgebieten zu stoppen.
•    Training und Koordination von Schutzgebietspersonal.
•    Wissenschaftliches Monitoring der Gorillas, um mehr über die Bestandsentwicklung der Populationen zu erfahren und so Gefahren frühzeitig zu erkennen.
•    Enge Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsprogramm der Vereinten Nationen, um die Flüchtlinge umgehend mit Feuerholz zu versorgen und damit ein Eindringen in den Virunga Nationalpark zu verhindern.
•    Die Regulierung des Holzeinschlags im Virunga Nationalpark und die Schaffung von Holzvorräten außerhalb des Schutzgebietes. In den letzten 20 Jahren hat der WWF bei der Pflanzung von etwa zehn Millionen Bäumen rund um den Virunga Nationalpark geholfen. Diese Holzmenge ist fast ausreichend für die Versorgung der Menschen vor Ort.
Die Projektdurchführung
Der WWF ist Teil des Internationalen Gorilla Schutzprogramms und arbeitet dabei eng mit den Umweltschutzorganisationen African Wildlife Foundation (AWF) und Fauna and Flora International (FFI) sowie den drei Schutzgebietsbehörden Kongos: Institut Congolais pour la Conservation de la Nature (ICCN), Ruandas: Office Rwandais de Tourisme et des Parcs Nationaux (ORTPN) und Ugandas: Uganda Wildlife Authority (UWA) zusammen.

Mehr Informationen finden Sie unter:
http://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/menschenaffen/gorillas/


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