EU verabschiedet neue Ökoverordnung

20.04.2018

Nach rund vierjährigen Verhandlungen hat das Europaparlament die Reform der EU-Ökoverordnung verabschiedet. Die neue Verordnung tritt 2021 in Kraft. Sie sieht im wesentlichen strengere Anforderungen an importierte Ökoerzeugnisse vor.

Martin Häusling von den Grünen in Straßburg sieht vor allem Vorschriften für das Biosaatgut und die strengeren Anforderungen an Importe als Verbesserung an. Mit großer Mehrheit stimmten 466 Abgeordnete für die Reform. Mit der neuen EU-Ökoverordnung müssen alle Lieferanten aus Drittländern die Auflagen und Standarts der EU einhalten. Damit entfallen 64 verschiedene bisher mögliche Standards bei den Importen. Ferner müssen alle EU-Mitgliedstaaten eine Datenbank über die Verfügbarkeit von Ökosaatgut aufbauen, mit dem Ziel, dass der Sektor ab 2021 ausschließlich biologisch erzeugtes Saatgut verwendet.

Darüber hinaus wird es Ausnahmen von der EU-Saatgutverordnung geben können, was die Heterogenität von Ökosorten angeht. Es soll bei der jährlichen Kontrolle der Ökobetriebe bleiben. Lediglich wenn nichts vorfällt, sollen die Kontrollen nur noch alle 2 Jahre staatfinden. Der EU-Agrarkommissar Phil Hogan sieht in der neuen EU-Ökoverordnung eine gute Grundlage für weiteres Wachstum in der Biolandwirtschaft, zumal über die verschärften Importregeln das Vertrauen des Verbrauchers gestärkt wurde. „Die Biolandwirtschaft in der EU hat ihre Nische verlassen“.


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