Brasilianisches Gericht verbietet Glyphosat

10.08.2018

Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat dürfen in Brasilien vorerst nicht mehr zugelassen werden. Bestehende Zulassungen müssen die Behörden innerhalb von 30 Tagen aufheben. Das entschied diese Wo-che eine Bundesrichterin in der Hauptstadt Brasilia. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.
Nach Informationen von Presseberichten soll das so lange gelten, bis die Sanitäts-Behörde Anvisa entschieden hat, für wie schädlich sie Glyphosat hält. Anvisa hat sich damit bereits zehn Jahre Zeit gelassen. Kommt sie bis zum Jahresende zu keinem Ergebnis, drohen Strafen. Das Urteil schließt auch die Mittel Abamectin (Wirkstoff gegen Milben und Insekten) und Thiram (Fungizid zur Saatgutbehandlung) mit ein.
Der brasilianische Landwirtschaftsminister Blairo Maggi hat nach dem Bericht angekündigt, dass die Anwalt-schaft des Bundes gegen das erstinstanzliche Urteil vorgehen wird. Maggi ist Besitzer von Amaggi, einem der größten Sojakonzerne und –exporteure Brasiliens. „Unsere gesamte Landwirtschaft funktioniert mit Direktsaat“, erklärte Blairo Maggi gegenüber dem Handelsblatt. Ohne Glyphosat sei Direktsaat nicht möglich.

Quelle: VDAW


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