Gute Chnacen für Bioanbau in Bayern

25.06.2020

Der Ökolandbau in Bayern verspürt Rückenwind. Branchenvertreter sehen einen steigenden Absatz und ein großes Umstellungsinteresse in der Landwirtschaft.

 In Bayern wirtschaften aktuell rund 10.800 landwirtschaftliche Betriebe auf einer Fläche von rund 370.000 ha nach den Richtlinien für den ökologischen Landbau. Hinzu kommen über 4.000 Bio-Betriebe in Verarbeitung und Handel. Der Absatz von Bio-Produkten sei in den verschiedenen Absatzkanälen in den letzten Monaten deutlich angestiegen, teildie Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ Bayern) Medienvertretern  mitZunehmend wachse die Bereitschaft der Bauern, auf ökologischen Landbau umzustellen, da sie hier gute wirtschaftliche Perspektiven sehen. 

Bäckereien und Einzelhandel verkauften zuletzt wesentlich mehr Bio-Mehl und Bio-Backwaren. In der Folge waren unter anderem Bio-Weizen und Bio-Hafer stark nachgefragt.  Die Corona-bedingten Sondereffekte spitzen langjährige Trends weiter zu: Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Einkauf für Bio-Produkte. Insbesondere regionale Bio-Verbandsware sei gefragt, so der LVÖ. In jüngster Zeit haben viele Ackerbaubetriebe auf Ökolandbau umgestellt und weitere Betriebe haben Interesse an der Umstellung. „Die Bauern stellen gerne um und der Markt bietet gute Chancen“, berichtet Andreas Hopf, Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH. „Eine Umstellung auf ökologischen Landbau ist für jeden Betrieb eine Herausforderung, aber die wirtschaftliche Perspektive für Bio-Betriebe ist gut“, ergänzt Wilhelm Heilmann, Ressortleiter pflanzliche Produkte bei der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG. Gerade auch Bio-Sonderkulturen sind eine interessante Ergänzung zu den Hauptkulturen. Auch der Bio-Fleischabsatz steige.

„Die Bauern stehen bereit, die Branche ist gut aufgestellt, der Markt ist da“, resümiert Hubert Heigl, erster Vorsitzender der LVÖ Bayern. Die positive Entwicklung müsse nun mit den richtigen politischen Maßnahmen flankiert werden. Dies gelte in allen Bereichen – von der Agrarforschung über die Ausbildung in den Grünen Berufen und in der Verarbeitung von Lebensmitteln bis hin zum Lebensmitteleinkauf der öffentlichen Hand.

 

Quelle: az


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