US Mais + Sojaexport nähert sich alten Rekordmarken.

09.02.2021

China kauft in den USA wieder verstärkt Sojabohnen, Mais und Weizen. Der Wert der Weltmarktverkäufe nähert sich Rekordmarken.
Die US-Agrarexporte im Kalenderjahr 2020 könnten fast 146 Mrd. US-$ erreicht haben. Der Wert läge um 7 Prozent höher als im Vorjahr. Auch im mehrjährigen Vergleich wäre das Ergebnis beachtlich, der bisherige Rekordwerte lag im Fiskaljahr (Oktober/September) 2014 bei gut 152 Mrd. US-$. Besonders groß war das Wachstum im letzten Quartal 2020. Von Oktober bis Dezember 2020 hat der Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar 27 Prozent betragen, zeigen vorläufige Zahlen der US-Außenhandelsstatistik, die das US-Agrarministerium (USDA) ausgewertet hat.

Mehr Sojabohnen nach China, weniger in EU-Länder
Neben ersten Aussagen zum Wert der Agrarexporte nennt das USDA auch die voraussichtlichen Tonnagen. Die USA haben 2020 nach den vorläufigen Zahlen fast 64,2 Mio. t Sojabohnen im Ausland verkauft. Das waren 23 Prozent mehr als 2019. Treiber war China mit Käufen von rund 34,6 Mio. t und einem Wachstum um 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zurückgegangen um knapp 11 Prozent sind dagegen 2020 die US-Bohnenexporte in die EU-Länder sowie das Vereinigte Königreich auf zusammen gut 5,0 Mio. t.


Die US-Maisexporte haben 2020 ebenfalls kräftig zulegt auf 51,6 Mio. t. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Anstieg 25 Prozent. Wichtigste Importländer für US-Mais waren 2020 wie auch im Vorjahr Mexiko mit 14,6 Mio. t und Japan mit 10.3 Mio. t. Auf Platz 3 steht 2020 jedoch mit China ein neuer Großkunde. Die chinesischen Käufe von mehr als 6,9 Mio. t sind 22 Mal so groß wie im Vorjahr.
Etwa verzehnfacht haben sich außerdem die US-Weizenlieferungen nach China auf fast 2,3 Mio. t im Jahr 2020. Die gesamten US-Weizenexporte sind jedoch im Vergleich zu 2019 um etwa 3 Prozent auf 26,1 Mio. t zurückgegangen. Hauptkunden für US-Weizen waren die Philippinen, Mexiko und Japan. In die EU-Länder und das Vereinigte Königreich gingen 2020 rund 940.000 t.

Mit der Zunahme der Verkäufe nach China 2020 rückt die Volksrepublik wieder unter die Top 3 der Liste der Abnehmer von US-Agrarprodukten. 2017 stand China noch an der Spitze, fiel dann aber wegen des Handelskonflikts mit den USA 2018 und 2019 kräftig zurück. Kanada und Mexiko führen zwar auch im Fiskaljahr 2020 (Oktober/September) die Liste der Großkunden an, doch China ist aufgerückt. Nach der USDA-Schätzung aus dem November könnte die Volksrepublik im Fiskaljahr 2020 in die Volksrepublik Agrarerzeugnisse im Wert von insgesamt gut 17 Mrd. US-$ verkauft haben. Und die Prognosen für das Fiskaljahr 2021 lauten auf 27 Mrd. US-$ - was dann wieder die Top-Position in der Exportliste bedeuten würde. Die Erwartungen waren aber schon einmal noch höher. Im Handelsdeal, den der frühere US-Präsident Donald Trump mit China abgeschlossen hat, stand als Zielmarke für die US-Agrarexporte in die Volksrepublik sogar 40 Mrd. US-$.

Quelle: az newsletter


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